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BeitragVerfasst: 2. Januar 2012, 18:22 
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Registriert: 2. Januar 2012, 17:52
Beiträge: 3
Hallo liebes Forum,

ich möchte mir einen Arbeitsgang ersparen, mein PC steht sehr ungünstig unter meinem Schreibtisch, und den Computer von der Steckerleiste aus starten. Ich habe auch schon einmal in den Bios nachgeschaut, leider finde ich da keine Möglichkeit oder ich übersehe sie. Ich bin auch nicht der große Computerfan.
Ich habe in meinem Computer ein Mainboard Gigabyte EP35-DS3 mit einem Award Bios. Hier ist unter dem Menü
Power Management
ACPI, Soft-OFF by PWR-BTTN, PME Event Wake Up, Power On by Ring, Resume by Alarm, HPET Support, HPET Mode, Power On By Mouse, Power On By Keyboard und AC Back Function.
Als Betriebssystem benutze ich Windows 7 Home Premium 32bit. Gibt es eine Möglichkeit, hier etwas einzustellen, dass mein Computer nach dem Einschalten automatisch hochbootet? Ich bitte um eure Hilfe.

Grüße

pequod


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BeitragVerfasst: 2. Januar 2012, 21:55 
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Registriert: 27. Oktober 2002, 08:53
Beiträge: 186
Wohnort: CH Bern
Hi

AC Back function müsste doch eigentlich heissen, bei Spannungswiederkehr.

Also mal einschalten, testen, melden.

cu

ischa

_________________
Ich hab echt lange nach nem richtig depperten Spruch für diese Signatur gesucht aber keiner war so blöd, dass er gut genug für hier war..... ;-)


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BeitragVerfasst: 3. Januar 2012, 11:33 
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Specialist

Registriert: 25. Oktober 2002, 13:51
Beiträge: 8941
Wohnort: Neu-Isenburg
Moin!

Wie ischa es schon geschrieben hat: Die "AC Back Function" sollte des Rätsels Lösung sein.
Typischerweise gibt es hier drei Einstellungen:
- Soft Off: Der Rechner fährt nach dem Einschalten der Steckerleiste nicht hoch
- Full On: Der Rechner fährt nach dem Einschalten der Steckerleiste hoch
- Saved State: Beim Einschalten der Steckerleiste fährt der Rechner hoch, wenn es zum Zeitpunkt des "STromausfalls" eingeschaltet war. Ansonsten bleibt er aus.
Die Bezeichnung dieser drei Möglichkeiten kann von BIOS zu BIOS etwas variieren - wenn Du aber wei0ßt, welche Möglichkeiten es gibt, dann wirst Du damit schon klar kommen.

Aragorn


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BeitragVerfasst: 3. Januar 2012, 19:36 
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Beginner

Registriert: 2. Januar 2012, 17:52
Beiträge: 3
Hallo ischa und Aragorn,

das war genau der Ratschlag den ich hören wollte. Sehr schnell und präzise. Ja es hat geklappt. Aber jetzt kommt auch eine erneute Anfrage, kann bei dieser Einschaltung etwas "leiden" bzw. Schaden nehmen, wie Mainboard oder Netzteil? Ich frage vorsichtshalber, denn sonst mache ich lieber den Griff unter den Tisch. Vielen Dank an euch Beide.

Viele Grüße

pequod


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BeitragVerfasst: 3. Januar 2012, 20:31 
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Specialist

Registriert: 25. Oktober 2002, 13:51
Beiträge: 8941
Wohnort: Neu-Isenburg
Moin!

Aaalso... Wenn so ein ATX-Netzteil Strom bekommt, dann fährt es zunächst einmal die 5V Standby-Leitung hoch; sowie die stabil läuft, wird die Standby-Spannung auf das Mainboard geschaltet. Letztendlich erkennt das Mainboard anhand dieser Spannung, ob der Rechner Strom hat oder nicht.
Erfolgt dann ein Einschaltpuls - egal, ob per Taster an der Gehäusefront, per "Aufwachautomatik" oder wie auch immer, dann gibt das Mainboard ein Signal an das Netzteil zurück; das Netzteil wacht daraufhin komplett auf, stabilisiert alle versorgungsspannungen, und schaltet diese - sowie alles stabil läuft - auf die Ausgänge, so daß der komplette Rechner Strom bekommt.
Bei der von Dir gewünschten Automatik ist der einzige Unterschied (gegenüber dem Einschalten der Leiste und darauffolgendem Einschalten des Rechners per Hand) die deutlich kürzere Zeitspanne zwischen dem Stabilisieren der 5V Standby-Leitung und dem Aufwachen des kompletten Netzteils. An sich sollte das aber kein Problem darstellen - wenn das Nezteil ordnungsgemäß funktioniert. Dem Mainboard "darf" das nichts ausmachen - da es die Möglichkeit zum automatischen Aufwachen bietet, wäre ein Schaden, der eben durch diese Funktion entsteht, (meiner Meinung nach - bin aber kein Jurist) eindeutig ein Mangel am Gerät, für den der Hersteller die Verantwortung trägt. Das tut sich wohl kein Hersteller freiwillig an.

Es ist allerdings zu bedenken, daß an der Steckerleiste evtl. noch andere Komponenten hängen als "nur" der PC - ich denke da an Monitor, Steckernetzteile für USB-Hub, DSL-Router und was auch immer.
All die da betroffenen Netzteile brauchen, sowie sie STrom bekommen, auch erst etwas Zeit, um stabil zu laufen und das angeschlossene Gerät zu versorgen; diese Geräte brauchen dann auch nochmal etwas Zeit, um in Betrieb zu gehen. Das kann dann z.B. dazu führen, daß ein USB-Hub, der (bei manuellem Einschalten des Rechners) schon vor dem Einschalten des Rechners "voll da" ist, bei Verwendung der Automatik erst während des Bootvorgangs bereit wird - was auch für die daran angeschlossene Hardware gilt. Im Falle der Tastatur kann das evtl. lustig werden, wenn das BIOS plötzlich meint, keine Taststur zu sehen...
Hardwareschäden sind da aber kaum zu erwarten; einfach mal ausprobieren ist also OK.

Ach ja: Falls da noch ein Röhrenmonitor verwendet werden sollte, ist zu beachten, daß die Dinger beim Einschalten auch "etwas mehr" Strom ziehen. Lässt Du den Monitor also (an seinem eigenen Netzschalter) eingeschaltet, so daß er auch zusammen mit der Steckerleiste geschaltet wird, dann kann das (da der Einschaltstrompeak des Monitors mit dem erhöhten Strombedarf des Rechners beim Hochfahren - die diversen Energiesparmechanismen werden erst nach und nach aktiv - zusammenfällt) zu einem recht heftigen Strompeak im Moment des "Knöpchendrückens" führen - während meiner Zeit im Studentenwohnheim konnte ich mir solche Mätzchen nicht erlauben, da das zuverlässig sich Sicherung gekillt hat. Aber auch hier gilt: Versuch macht kluch!

Aragorn


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BeitragVerfasst: 4. Januar 2012, 11:39 
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Beginner

Registriert: 2. Januar 2012, 17:52
Beiträge: 3
Hallo Aragorn,

vielen Dank für Deine Ausführung, besser hätte es mein Prof auch nicht erklären können. Gut, einiges trifft bei mir zu. Zum Beispiel habe ich schon seit Jahren meinen Router, Bildschirm und Drucker an der Steckerleiste hängen und es ist noch nichts passiert, aber ich glaube meinen PC werde ich im Bios wieder auf "Normal" schalten und den Griff unter den Schreibtisch unternehmen. Ich betrachte es dann als Morgengymnastik. Vielen Dank für Deine Hilfe.

Viele Grüße aus dem schönen Baden

pequod


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BeitragVerfasst: 5. Januar 2012, 22:20 
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Moderator

Registriert: 26. April 2003, 22:53
Beiträge: 8971
Wohnort: Im hohen Norden
Moin,

ich glaube (auch) nicht, dass auch nur eine Komponente Schaden nehmen wird. Es gibt die eine klitzekleine recht unwahrscheinliche Ausnahme: Hast du Geräte an der Steckerleiste, die "dicke" Trafos enthalten, dann kann es beim Ausschalten zu Spannungsspitzen führen, die je nach PC-Netzteil dann mehr oder weniger im Ausschaltmoment "durchgeleitet" werden können. Gleiches kann aber eigentlich immer passieren. Darum werden gerne und oft Schaltleisten benutzt, die solche "Gliches and Spikes" durch entsprechende Bauteile unterdrücken.

Ich schalte seit Jahr und Tag meine "Dose" per Schaltleiste ein und aus. Außerdem hängen daran noch meine Arbeitsplatzbeleuchtung (Leuchtstofflampen "alter" Bauart mit Drossel), meine Drucker, USB-Hub und LAN-Switch. Bei Bedarf schalte ich damit zudem einen Stelltrenntrafo und ein Labornetzgerät, beides satte Induktivitäten... Bei mir ist es allerdings auch keine Schaltleiste, sondern im Wandkabelkanal eingelassene Steckdosen, die über einen "normalen" Lichtschalter geschaltet werden - ich brauche mich also nicht bücken, was meinem Alter entgegenkommt :D In diesem Wandkanal befinden sich außerdem entsprechende Schutzmaßnahmen*) gegen EMV, Überspannung(en) und Fehlerströme, also einigermaßen sicherer Schutz meiner teuren Elektronik (und meines noch teureren Lebens).

*) 3 VDR, 3 Supressordioden, 2 Funkenstrecken, zwei Drosseln, sechs Kondensatoren, Kombi-FI-Schutzschalter 16A/30mA.

_________________
Mit freundlichen Grüßen aus dem hohen Norden

Hecki

http://www.bios-info.de Hier gibt es alles rund ums BIOS
http://www.bios-kompendium.de Hier auch...
http://www.bios-info.de/burning/bwelcome.htm Wer's BIOS verbrannt hat...
Mehl: hecki[minus]burn[at]gmx[punkt]de


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