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BeitragVerfasst: 9. Mai 2012, 12:28 
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Hallo,

es ist zugegeben, eine ausgesprochen (schwachsinnige) Nerd-Aktion gewesen:

Hatte 2004 einen Fujitsu-Siemens Rechner mit GigaByte-OEM- Mainboard gekauft.
Und es hatte mich immer genervt, dass F-S von den 3 Speicherbankplätzen nur 2 mit
Sockel verlötet hatten.
Nun -als sportliche Herausforderung zu sehen- habe ich nun den 3. Sockel eingelötet.
Auch durch die Tatsache ermuntert, dass GigaByte ein offensichtlich baugleiches Board
mit 3 Bänken bestückt hatte und der Chipsatz SIS 648FX lt. Datenblatt die 3GB unterstützt.

dh. - zugezinnte Durchkontaktierungen freigesaugt,
- über 200 Pins verlötet
- dabei eine Leitebahn beschädigt und mit 0,2 mm-Lackdraht geflickt (!!!)

Nun der Test:

im Bios werden tatsächlich die 3072 MB angezeigt

Speichertest (MemTest 4.6) :

- "sehr sonderbar":
prüft zuerst einen Bereich von 184 (wohl EIgenbedarf) bis 2048 MB, dann von 2048 bis 3072
und meldet reproduzierbar Fehler beim Prüfzyklus "Block move".

- Wenn ich nur 2 GB bestücke (gleich in welcher Bank-Kombination, ist der Speichertest fehlerlos !!
dh, ich habe alles richtig gelötet und "geflickt". Also zumindest nichts "verschlimmbessert".

Jetzt meine noch verbleibenden Optionen:

- Gigabyte vom baugleichen Board testen
- zus. Bios ROM von baugleichen Board einsetzen

Wer hat hier zu dieser Sache noch konstruktive Ideen und Hinweise zur Fehleranalyse ?

Würde diese Aktion einfach zu gerne erfolgreich abschließen :-)

Gruß aus Südhessen, Michael Winter


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BeitragVerfasst: 10. Mai 2012, 21:01 
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Moin!

Michael Winter hat geschrieben:
es ist zugegeben, eine ausgesprochen (schwachsinnige) Nerd-Aktion gewesen:

Das haben viele "Nerd-Aktionen" so an sich. Meistens sind die aber recht unterhaltsam... ;-)

Zitat:
dabei eine Leitebahn beschädigt und mit 0,2 mm-Lackdraht geflickt (!!!)

Das könnte evtl. für Schwierigkeiten sorgen - zumindest, wenn der Draht so verlegt ist, daß er Einsteuungen von anderen Leitern einfängt, oder wenn die betreffende Leiterbahn zur Stromversorgung eines Bauteils dient und der Widerstand des Drahts so hoch ist, daß an besagtem Bauteil zu wenig Spannung ankommt.

Zitat:
im Bios werden tatsächlich die 3072 MB angezeigt

Das BIOS sieht schion mal den kompletten RAM - OK.

Zitat:
Speichertest (MemTest 4.6) :

Das Tool kenne ich nicht - wo gibt's das denn? Nur, um mal meinen Werkzeugkasten evtl. zu ergänzen...
Zum Speichertest nehme ich für gewöhnlich memtest86 ( http://www.memtest86.com/ - aktuelle Version: 4.0) bzw. dessen Derivat memtest86+ ( http://www.memtest.org/ - aktuell ist Version 4.20).

Zitat:
prüft zuerst einen Bereich von 184 (wohl EIgenbedarf) bis 2048 MB, dann von 2048 bis 3072

Die oben genannten Tools testen den Speicher ebenfalls blockweise - wobei die Blöcke, um die es da geht, wenige kByte groß sein können, aber auch mehrere GByte. Ein System habe ich darin nie erkennen können; evtl. hängt das einfach davon ab, was das BIOS als zusammenhängenden Speicherbereich verwendet bzw. angibt.

Zitat:
und meldet reproduzierbar Fehler beim Prüfzyklus "Block move".

- Wenn ich nur 2 GB bestücke (gleich in welcher Bank-Kombination, ist der Speichertest fehlerlos !!

Könnte eine Chipsatz-Angelegenheit sein. Es gab durchaus Chipsätze (2004 könnte da schon hinkommen, wenn ich mich richtig erinnere), die - abhängig von der Anzahl der verbauten Speicherriegel - das Speichertiming "entschärfen" bzw. den Speicher heruntertakten mussten. Nach dem Schema: Viele Riegel -> niedriger Takt bzw. langsames Timing. Evtl. bringt es auch etwas, die Versorgungsspannung fes RAMs dezent anzuheben.

Zitat:
- Gigabyte vom baugleichen Board testen

Ich nehme an, Du meinst damit, daß Du RAM von einem anderen Rechner ausoprobieren willst? Das kann zur Fehlersuche auf jeden Fall sinnvoll sein.

Zitat:
- zus. Bios ROM von baugleichen Board einsetzen

Damit wäre ich vorsichtig. In Komplettrechnern findest Du zwar häufig Boards, die unter der gleichen Typenbezeichnug auch im freien Handel zu bekommen sind - diese OEM-Boards sind allerdings häufig nach den Vorgaben bzw. Wünschen des Rechnerherstellers modifiziert, weshalb sie auch ein eigens angepasstes BIOS brauchen. Dabei sind diese Änderungen oftmals nur sehr geringfügig - sie können aber ausreichen, daß das "offizielle" BIOS des Mainboardherstellers nicht läuft!
Du solltest bei einer solchen Aktion also sicherstellen, daß Dein Board tatsächlich zu 1000% der "offiziellen" Platine entspricht, bzw. Dich darauf einstellen, den Flash-Chip zur Not per Programmiergerät neu beschreiben zu lassen (bzw. das selbst zu erledigen, die entsprechende Ausrüstung vorausgesetzt).
Aber dem Basteln bist du ja ohnehin nicht abgeneigt! ;-)

Aragorn


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BeitragVerfasst: 11. Mai 2012, 19:27 
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Wohnort: Im hohen Norden
Moin,

kleine Anmerkung zum BIOS: OEM-Boards, egal welcher Hersteller, sind in den allermeisten Fällen auf des Rechnerherstellers Wunsch angepasst. Dabei sind Bezeichnungsähnlichkeiten bis -gleichheiten durchaus an der Tagesordnung. Ein Beispiel aus vergangenen Tagen ;-): Asus A7N8X. Dieses Board wurde von Asus über die normalen Händlerwege vertrieben. Es gab aber auch ein OEM-Board mit 100%ig gleicher Bezeichnung. Wer nun annimmt, die BIOSse dieser Boards wären 1:1 austauschbar, der irrt, das ist mitnichten der Fall.

Nachdenklich sollte man immmer werden, wenn die Boardbezeichnung nicht beim Boardhersteller auf der Supportseite auftaucht. Ähnlich ist dabei nicht gleich!!! BSP: Gigabyte GA-8SIML und GA-8SIMLFS2: Das 8SIML ist original Gigabyte, das andere OEM für FSC. Beide Boards ähneln sich wie ein Ei dem anderen. Der Teufel steckt im Detail...

Bei dem Board mit den zwei Speicherbänken, wo eine dritte dazugelötet wurde, kann es durchaus sein, dass Gigabyte eine Marge "abgespeckter" Chipsätze verbaut hat, die eben nicht sicher eine dritte Speicherbank verwalten können. Dann kommt es u. U. zu Laufzeitfehlern im Datenbus von/zu den Speichern - Fehler. Außerdem hat das direkte Auswirkungen auf die Parameterisierung des BIOS - das somit abweichend zum "Original" anders sein MUSS. Dabei hat das Fädeldrahtkunstwerk (Hut ab, ich kenne diese "Sauereien") eher einen geringen, wenn überhaupt, Einfluss. Natürlich sollte der Draht akkurat genau so verlaufen, wie die zuvor zerlegte Leiterbahn. Sonst gibt es Anpassungsprobleme (das will und werde ich hier nicht eingehend diskutieren wollen, nur soviel: Überall, wo Wechselstrom fließt, wirken sich Leitungsinduktivitäten und -kapazitäten aus. Alle diese Leitungen müssen abgeschlossen und angepasst sein, sonst kommt es zu Signalreflexionen, die sich schlimmstenfalls gegenseitig auslöschen - das übertragene Signal "verdunstet").

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Mit freundlichen Grüßen aus dem hohen Norden

Hecki

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BeitragVerfasst: 12. Mai 2012, 19:53 
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Registriert: 9. Mai 2012, 12:03
Beiträge: 2
Hallo Aragorn,
hallo Hecki,

vielen Dank für Eure Antwort !

@aragorn,

ja, hast Recht, ist MemTest86+ in der Version 4.20. (Irgendwann wird man bei solchen Aktionen der vielen Zahlenkombinationen wegen auch langsam "gaga").

(Und um genau zu sein, waren es 184 Pins, gefühlt jedoch unendlich viele...)

@hecki,

Hast mich darauf gebracht, doch nochmals genau die Spezifikationen der vermeintlich "baugleichen" Boards einander gegenüberzustellen:
Es gibt doch Unterschiede (Lan Chips, usw.). So bin ich von dir gut beraten, doch die Finger davon zu lassen !

Inzwischen habe ich die Testreihen fortgeführt:

1. entdeckt, dass es in den "Extended Bios-Optionen" (CTRL+F1 innerhalb des BIOS) ein "Vdimm-
adjustment" gibt (erscheint in der rechten Bildchirmspalte, daher immer fleissig übersehen).
Spannung (sinngemäß nach aragorns Vorschlag) um 0,2 V (mehr geht nicht) angehoben.
Leider keine Besserung.

2. Noch 2 passende 512MB- Riegel ausgegraben, um alle Bänke bestücken zu können (1x1024 +
2x 512 -Kombination), jedoch die 2 GB nicht zu überschreiten.
Ergebnis: auch hier gibt es bei etwa 93% Fertigstellung des "Block move" -Test (Test 5)Speicherfehler.
Interessant ist, dass es -ungeachtet einer Speicherbereichseinschränkung des Tests (obere oder untere Grenze verschoben)- immer bei der gleichen Prozentzahl der Testfertigstellung "knallt".
Offenbar "klappt" das ganze Sytem zusammen, da auf allen Bänken gleichzeitig ein Fehler gemeldet wird.

Vielleicht besteht immer noch ein Spannungsversorgungsproblem. Verwendet habe ich G.Skill-
DDR-400er -Speicher die laut Label zwischen 2,5-2,75 Volt arbeiten.

Bin jetzt doch etwas "entmutigt" bzw. im Moment keine Idee mehr.
Zum Lötpunktsuchen zur Vdimm- Spannungsmessung ist mir gerade wenig zu Mute...

Euch ein schönes Wochenende,

Michael Winter


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BeitragVerfasst: 12. Mai 2012, 20:47 
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Registriert: 26. April 2003, 22:53
Beiträge: 8978
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Moin,

Zitat:
Zum Lötpunktsuchen zur Vdimm- Spannungsmessung ist mir gerade wenig zu Mute...
kann man dir bei 184 Pins nachsehen...

Wie ist das Verhalten denn, wenn du nur zwei Bänke, egal wie, bestückst? Dabei bitte den von dir eingelöteten Sockel besondere Beachtung schenken...

Ich denke, ich liege nicht ganz so verkehrt, wenn ich meine, es liegt an der Boardbestückung - der Chipsatz kann einfach den dritten Sockel nicht.

Über Speicher wurde hier im Forum schon viel "palavert", insbesondere übder die Qualität einiger Hersteller. GSkill gehört bei mir jedenfalls nicht zu den Favoriten...

Bauähnlich ist und bleibt eben nicht baugleich! :P :D

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Hecki

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BeitragVerfasst: 12. Mai 2012, 21:21 
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Beiträge: 4530
Wohnort: Im nicht ganz so hohen Norden ....
Hast Du mal den Speichertakt runtergesetzt ?
Die SIS 648/748 Chipsätze sind nicht immer stabil bei drei Riegeln und 200 MHz Takt, offiziell sind nur zwei Riegel bei dem Takt erlaubt.

_________________
Award Bios mit 32/64GB BUG ? > Biospatches hier
Sonst Anfrage ins passende Forum hier
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