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Aragorn Specialist
Anmeldedatum: 25.10.2002 Beiträge: 8344 Wohnort: Neu-Isenburg
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Verfasst am: 30.01.2004 13:31 Titel: Festplatten über 128 GByte |
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"Ältere" Rechner haben häufig Probleme mit der Erkennung von Festplatten > 128 GByte (sollte der Rechner nach dem Anschließen einer solchen Platte während der Laufwerkserkennung einfrieren, dann hat sehr wahrscheinlich der 32-GByte-Bug zugeschlagen, von dem der Award-Kernel 4.51 betroffen ist - dieses Problem wird in einem separaten Beitrag behandelt). Dieser Artikel soll helfen, Platten über 128 GByte dennoch in Betrieb zu nehmen (sofern der Rechner nicht vom genannten Bug betroffen ist). Dabei hängt zunächst einmal alles davon ab, welches Betriebssystem auf dem Rechner laufen soll.
Linux: Dieses Betriebssystem ist nicht darauf angewiesen, daß das BIOS die Platte komplett erkennt - es müssen lediglich Kernel, initrd und der komplette Bootloader innerhalb des vom BIOS erkannten Bereiches auf der Platte liegen. Idealerweise erstellt man daher während der installation eine kleine (50 MByte reichen locker aus) Boot-Partition innerhalb dieses Bereiches, die dann nach /boot gemountet wird und als Ablageplatz für die genannten Dateien dient. Der Rest der Platte kann nach Wunsch partitioniert werden.
Windows 2000 & Windows XP: Diese Systeme sind an sich zwar nicht darauf angewiesen, daß das BIOS die Platte komplett erkennt, da auch diese Systeme die Platte nicht über die BIOS-Routinen, sondern über hardwarespezifische Treiber ansprechen - einige dieser Treiber können allerdings ein BIOS benötigen, das die Platte komplett erkennt.
Das Betriebssystem sollte daher zunächst einmal in einer Partition installiert werden, die komplett innerhalb des vom BIOS erkannten Bereiches liegt. Anschließend den aktuellen Treiber für den verwendeten IDE-Controller (ist meistens im Chipsatz integriert) besorgen und installieren; Rechner neu booten. Wenn die Platte jetzt in der Datenträgerverwaltung mit ihrer kompletten Kapazität erkannt wird, dann kann der freie Bereich ohne weitere Bastelarbeiten partitioniert, formatiert und genutzt werden.
Wird die Platte in der Datenträgerverwaltung jedoch nicht mit ihrer kompletten Kapazität angezeigt, so kann die Installation der verfügbaren Service Packs und Windows-Updates helfen. Brngt auch das nichts, dann muß ein aktualisiertes BIOS her, das mit Laufwerken über 128 GByte umgehen kann; bei Komplettsystemen ist der Hersteller des Rechners für das Bereitstellen des Updates zuständig, bei selbst aus Einzelteilen zusammengestellten Systemen ist der Hersteller des Motherboards der Ansprechpartner.
Wenn es kein geeignetes BIOS geben sollte, bzw. wenn das BIOS nach dem Update die Platte nicht mit ihrer vollen Kapazität erkennt, dann hilft nur noch der Einsatz eines UDMA-Controllers.
Windows 9x/ME: Diese Systeme sind darauf angewiesen, daß das BIOS die Platte komplett erkennt; daher muß hier zunächst einmal ein BIOS-Update her. Bezugsquelle ist bei Komplettsystemen der Hersteller des Rechners, bei aus Einzelteilen selbst zusammengestellten Rechnern der Hersteller des Motherboards. Also das passende Update herunterladen und einspielen.
Wird die Platte jetzt vom BIOS komplett erkannt, dann muß Windows noch der Umgang mit "großen" Platten beigebracht werden. Dazu wird ein neuer IDE-Treiber benötigt, den man einerseits mit etwas Glück von der Website des Plattenherstellers herunterladen kann - der Treiber wird häufig im Rahmen eines Plattenmanagers zum Download angeboten (dabei handelt es sich um eine Software, die das Überschreiten der bekannten Kapazitätsgrenzen ermöglicht); andererseits stellen auch einige Chipsatzhersteller aktualisierte IDE-Treiber bereit, die mit Platten über 128 GByte umgehen können (z.B. intel: http://www.intel.com/support/chipsets/iaa/ ).
Wenn das BIOS auch nach dem Update die Platte nicht komplett erkennt, bzw. wenn Windows nach dem Einspielen des Treibers die Platte nicht komplett sieht, dann bleibt nur noch der Einsatz eines UDMA-Controllers.
UDMA-Controller: Diese PCI-Karten bekommt man in jedem Computerladen; man sollte beim Kauf nur eben darauf achten, daß der Controller mit Platten in der gewünschten Größe umgehen kann. RAID-Funktionen sind im Regelfalle nicht nötig - es sein denn, man will zwei oder mehrere gleich große Platten zu einem Laufwerk zusammenfassen. Unbedingt die dem Controller beiliegenden Installationsanweisungen beachten!
Aragorn
Zuletzt bearbeitet von Aragorn am 31.01.2004 14:48, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Denniss Moderator

Anmeldedatum: 24.10.2002 Beiträge: 4215 Wohnort: Im nicht ganz so hohen Norden ....
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Aragorn Specialist
Anmeldedatum: 25.10.2002 Beiträge: 8344 Wohnort: Neu-Isenburg
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Verfasst am: 31.01.2004 14:11 Titel: |
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Moin!
OK - einerseits in die falsche Richtung gedacht (Plattenmanager und LBA-48 ), andererseits unglücklich formuliert. Einige Plattenmanager bringen Treiber mit, die 48-bittiges LBA auch in Win98 nachrüsten können. Maxtor schreibt z.B. zu MaxBlast III, daß dieser Manager einerseits für Win98 geeignet sei und andererseits die 128-GByte-Grenze "einreißt" - kein Wort von einer Einschränkung, daß Platten über 128 Gbyte Win2000 oder XP voraussetzen.
Weiterhin bietet intel für einige modernere Chipsätze einen Treiber an, der ebenfalls LBA-48-Support in Win98 nachrüstet, sofern das BIOS LBA-48 spricht - siehe http://www.intel.com/support/chipsets/iaa/lba.htm .
Ich habe die Artikel dementsprechend angepasst.
Aragorn |
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